Software & Automatisierung

Excel blockiert Makros? So geben Sie vertrauenswürdige Dateien sicher frei

Mann in einem kleinen Büro sitzt nachdenklich vor einem Monitor mit einer Tabelle und einer farbigen Warnleiste am oberen Rand

Das Wichtigste in Kürze

Die Meldung „Microsoft hat die Ausführung von Makros blockiert, da die Quelle der Datei nicht vertrauenswürdig ist“ bedeutet, dass Excel die enthaltenen Makros, also kleine Programme für automatisierte Aufgaben, nicht ausführt. Wenn Sie Herkunft und Zweck kennen, schließen Sie Excel und öffnen im Datei-Explorer die Eigenschaften der gespeicherten Datei, um auf der Registerkarte „Allgemein“ das Kästchen „Blockierung aufheben“ anzuhaken. Fehlt das Kästchen oder bleibt die Sperre bestehen, prüfen Sie den Speicherort und mögliche Firmenrichtlinien, statt Makros pauschal zu erlauben.

  • Vor jeder Freigabe die Herkunft der Datei prüfen.
  • Lieber eine einzelne Datei freigeben als alle Makros erlauben.
  • Meldet Excel eine Firmenrichtlinie, die IT fragen.

Die Kalkulation öffnet sich, Zahlen und Tabellen sind sichtbar. Doch die Schaltfläche für die Auswertung reagiert nicht. Oben steht „Sicherheitsrisiko“ und darunter „Microsoft hat die Ausführung von Makros blockiert, da die Quelle der Datei nicht vertrauenswürdig ist“. Der sonst bekannte Knopf „Inhalt aktivieren“ fehlt. Das kann eine Rechnungsvorlage aus einer E-Mail genauso betreffen wie einen Rechner von einer Behördenseite.

Auch eine Datei vom eigenen Büroserver kann plötzlich betroffen sein, etwa nach dem Wechsel auf einen neuen PC. Die Sperre allein ist noch kein Nachweis für Schadsoftware. Sie ist aber auch kein Grund, die Schutzfunktionen abzuschalten. Dieser Artikel hilft Ihnen bei Dateien, deren Herkunft Sie kennen. Die beschriebenen Wege betreffen Excel unter Windows. Menütexte können je nach Office- und Windows-Version abweichen.

Erst prüfen, ob Sie der Excel-Datei vertrauen können

Makros können Berechnungen und Arbeitsschritte automatisieren. Laut Microsoft sind sie zugleich ein häufiger Weg für Schadsoftware und Erpressungssoftware. Zum bloßen Lesen und Bearbeiten einer Datei müssen Sie keine Makros freigeben. Eine besondere Schaltfläche oder eine automatisierte Auswertung kann allerdings darauf angewiesen sein.

Microsoft nennt drei Warnzeichen. Sie haben die Datei nicht erwartet, jemand drängt Sie zum Aktivieren der Inhalte, oder ein Popup fordert die Freigabe. Besonders verdächtig ist die Behauptung, Sie müssten Makros aktivieren, um eine Bestellung zu stornieren oder ein rechtliches Dokument anzusehen. Auch ein vertrauter Absendername allein reicht nicht als Nachweis, denn gefälschte Absender sind ein typisches Merkmal von Phishing-Mails.

So gehen Sie vor

  1. Prüfen Sie, ob Sie genau diese Datei erwartet haben und wofür die Makros gebraucht werden. Ein bekannter Dateiname reicht dafür nicht aus.
  2. Fragen Sie bei Unsicherheit über einen anderen bekannten Kontaktweg nach, etwa telefonisch beim tatsächlichen Absender. Folgen Sie keiner Aktivierungsaufforderung in der Datei.
  3. Geben Sie die Datei erst frei, wenn Herkunft und Zweck geklärt sind. Bleiben Zweifel, lassen Sie die Makros gesperrt und löschen Sie die Datei gegebenenfalls.
Herkunft und Zweckder Datei bekannt?NeinGesperrt lassennachfragen oder löschenJaWoher kommt die Datei?E-Mail oderDownloadEigener Serveroder NASMeldung zumAdministratorLokal speichern,Eigenschaften,Blockierung aufhebenAdresse zuordnenvertrauenswürdige Sitesoder lokales IntranetIT fragennicht umgehen,genehmigter Ort
Blockierte Makros, welcher Weg passt? Eine einfache Entscheidungshilfe (eigene Grafik)

Warum Excel Makros aus dem Internet blockiert

Windows merkt sich an einer Datei, dass sie aus dem Internet stammt. Diese Kennzeichnung heißt Mark of the Web und betrifft etwa Browser-Downloads und E-Mail-Anhänge. Die Markierung ist nur ein Herkunftsvermerk. Windows prüft dabei nicht, was die Makros tatsächlich tun.

Seit 2022 blockiert Office unter Windows solche Makros standardmäßig. Laut Microsoft begann die Verteilung im Current Channel von Microsoft 365 am 27. Juli 2022 mit Version 2206, die anderen Updatekanäle folgten bis Anfang 2023. Die rote Leiste „Sicherheitsrisiko“ bietet dabei keinen Knopf „Inhalt aktivieren“. Diese Regel betrifft Excel, Word, PowerPoint, Access, Visio, Project und Publisher unter Windows, nicht Office auf dem Mac, Android, iPhone oder iPad und nicht Office im Browser.

Die gelbe Leiste „Sicherheitswarnung“ kennen viele noch von früher, und es gibt sie weiterhin. Bei Dateien ohne Internet-Markierung kann dort abhängig von den Makroeinstellungen „Inhalt aktivieren“ erscheinen. Eine solche Freigabe macht die Datei zum vertrauenswürdigen Dokument.

So gehen Sie vor

  1. Lesen Sie den Text der Leiste. Unterscheiden Sie die rote Blockierung von der gelben Warnung mit einer Aktivierungsschaltfläche.
  2. Suchen Sie bei der roten Blockierung nicht nach einem versteckten Aktivierungsknopf. Prüfen Sie stattdessen die Eigenschaften der Datei und anschließend ihren Speicherort.

Einzelne Excel-Datei über die Eigenschaften freigeben

Für eine bekannte, lokal gespeicherte Datei ist die gezielte Freigabe über ihre Eigenschaften meist der passende erste Versuch. Sie verändern damit nicht die allgemeinen Makroeinstellungen von Excel. Die Internet-Kennzeichnung der ausgewählten Datei wird entfernt.

Das ist trotzdem eine Sicherheitsentscheidung. Windows bestätigt dadurch nicht, dass der Inhalt ungefährlich ist. Mehrere Nutzer berichten in Foren, dass „Speichern unter“ früher half und heute nicht mehr. In der Anleitung von Microsoft taucht dieser Weg auch nicht auf, verlassen Sie sich also nicht darauf. Arbeiten Sie außerdem mit genau der Datei, die Sie anschließend wieder öffnen möchten, nicht mit einer zweiten Kopie desselben Namens.

So gehen Sie vor

  1. Schließen Sie Excel. Öffnen Sie den Datei-Explorer mit Windows-Taste + E und suchen Sie die gespeicherte Datei.
  2. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf die Datei und wählen Sie „Eigenschaften“.
  3. Öffnen Sie die Registerkarte „Allgemein“. Setzen Sie unten das Häkchen bei „Blockierung aufheben“. In manchen Windows-Versionen heißt die Auswahl „Zulassen“.
  4. Bestätigen Sie mit „OK“ und öffnen Sie die Datei erneut. Bleibt die Sperre bestehen, prüfen Sie die weiteren Ursachen, statt die allgemeinen Schutzfunktionen zu lockern.

Makros in einer Excel-Datei aus einer E-Mail aktivieren

Öffnen und entsperren Sie eine Arbeitsmappe nicht direkt aus dem E-Mail-Anhang. Speichern Sie sie zunächst an einem bewusst gewählten Ort. So können Sie ihre Eigenschaften prüfen und wissen, welche Kopie Sie anschließend verwenden.

Microsoft nennt dafür die eigene Festplatte oder OneDrive, den Cloud-Speicher von Microsoft. OneDrive ist jedoch kein Beleg für einen sicheren Dateiinhalt. Die Prüfung des Absenders bleibt erforderlich. Bei einem Firmen-PC sollte der verwendete Speicherort außerdem von der IT genehmigt sein. Wie Sie verdächtige Anhänge erkennen, lesen Sie in unserem Ratgeber zu Phishing-Mails.

So gehen Sie vor

  1. Speichern Sie den erwarteten Anhang auf Ihrer eigenen Festplatte in einem passenden Arbeitsordner. Lassen Sie die Datei zunächst geschlossen.
  2. Öffnen Sie ihre Eigenschaften im Datei-Explorer und entfernen Sie nach der Herkunftsprüfung die Blockierung wie im vorherigen Abschnitt beschrieben.
  3. Alternativ speichern Sie den Anhang in einem genehmigten OneDrive-Speicher und öffnen ihn von dort. Beachten Sie dabei den Unterschied zwischen Desktop-Öffnung, Synchronisation und Browser-Download weiter unten.

„Blockierung aufheben“ fehlt oder Excel blockiert weiter

Ein fehlendes Kästchen bedeutet nicht automatisch, dass die Datei sicher ist. Auf einer Netzwerkfreigabe, also einem für mehrere Rechner bereitgestellten Ordner, fehlt es manchmal. Wird diese Freigabe der Internetzone zugeordnet, hilft das Entfernen der Dateimarkierung nicht gegen diese Einstufung. Eine Datei innerhalb eines ZIP-Archivs sollten Sie zunächst vollständig entpacken und erst dann die entpackte Datei prüfen.

Eine andere Grenze ist eine Firmenrichtlinie. Die Meldung „Ihr Administrator hat die Verwendung von Makros in Ihrer Organization eingeschränkt.“ gehört zur zuständigen IT. Erscheint beim Speichern „Makros sind an diesem Speicherort blockiert“, nennt Microsoft OneDrive oder einen anderen genehmigten Speicherort als möglichen Weg. Das ist keine Erlaubnis, eine Richtlinie eigenständig zu umgehen.

So gehen Sie vor

  1. Prüfen Sie im Datei-Explorer, ob die Datei noch in einem ZIP-Archiv liegt. Wählen Sie beim Archiv „Alle extrahieren“ und prüfen Sie anschließend die Eigenschaften der entpackten Arbeitsmappe.
  2. Kontrollieren Sie, ob die Datei lokal oder auf einer Netzwerkfreigabe liegt. Bei einer Freigabe lesen Sie den folgenden Abschnitt zur Zonenzuordnung.
  3. Wer sich mit PowerShell auskennt, kann die gespeicherte Herkunftsmarkierung ansehen. Öffnen Sie PowerShell im Ordner der Datei und geben Sie mit dem tatsächlichen Dateinamen Get-Content Dateiname.xlsm -Stream Zone.Identifier ein. Meldet PowerShell einen Fehler, trägt die Datei keine solche Markierung.
  4. In einer vorhandenen Markierung steht ZoneId=3 für Internet und ZoneId=4 für eingeschränkte Sites. Beide führen zur Internet-Makroblockierung. Die Werte ZoneId=1 und ZoneId=2 stehen für lokales Intranet und vertrauenswürdige Sites. Andere Makrosperren können dennoch gelten.
  5. Fortgeschrittene können nach der Quellenprüfung alternativ PowerShell verwenden. Der Befehl Unblock-File -Path .\Dateiname.xlsm im Ordner der Datei entfernt die Herkunftsmarkierung wie das Kästchen. Er ersetzt weder die Sicherheitsprüfung noch hebt er Firmenrichtlinien auf.

Excel-Makros vom eigenen Server oder NAS sind blockiert

Ein NAS ist ein Netzwerkspeicher, auf den mehrere Geräte zugreifen können. Auch Dateien vom eigenen Server oder NAS können blockiert werden. Laut Microsoft betrifft das etwa Freigaben, die über eine IP-Adresse geöffnet werden und nicht als vertrauenswürdig erkannt sind. Entscheidend ist also auch, über welche Adresse Sie zugreifen. Genau so ging es einem Fragesteller im Forum administrator.de, dessen Server als vertrauenswürdiger Speicherort abgelehnt wurde. Geholfen hat dort erst der Eintrag des Servers in die Zone „Lokales Intranet“.

Die Adresse lässt sich den „Vertrauenswürdigen Sites“ oder dem „Lokalen Intranet“ zuordnen. Microsoft empfiehlt grundsätzlich eher vertrauenswürdige Sites. Sie vertrauen damit aber allen Makros von dort und räumen der ganzen Adresse auch außerhalb von Office mehr Rechte ein. Dort sollten nur Personen Dateien ablegen dürfen, denen Sie vertrauen. In Firmennetzen mit zentraler Verwaltung erledigt das die IT für alle Arbeitsplätze auf einmal per Gruppenrichtlinie.

So gehen Sie vor

  1. Klären Sie zuerst die tatsächlich verwendete Serveradresse und die Schreibberechtigungen. Tragen Sie nicht auf Verdacht mehrere Adressen oder einen großen Adressbereich ein.
  2. Falls Sie die Einstellungen selbst verwalten dürfen, öffnen Sie „Start“, suchen nach „Internetoptionen“ und öffnen die Registerkarte „Sicherheit“.
  3. Wählen Sie „Vertrauenswürdige Sites“ und dann „Sites“. Tragen Sie die geprüfte Adresse der Netzwerkfreigabe ein.
  4. Für Netzwerkfreigaben müssen Sie meist das Häkchen der Option zur erforderlichen Serverüberprüfung per HTTPS entfernen. Klicken Sie auf „Hinzufügen“, „Schließen“ und „OK“.
  5. Öffnen Sie die Arbeitsmappe erneut. Soll stattdessen „Lokales Intranet“ verwendet werden oder bleibt die Sperre bestehen, lassen Sie die Zonenzuordnung von der IT prüfen. Wiederholtes Entsperren der Einzeldatei löst eine falsche Netzwerkzonenzuordnung nicht.

Einen eigenen Ordner als vertrauenswürdigen Speicherort einrichten

Für regelmäßig verwendete und geprüfte Arbeitsmappen kann ein eigener lokaler Ordner sinnvoll sein. Die Einstellung finden Sie im Trust Center, dem Bereich für Sicherheitseinstellungen in Excel. Microsoft übersetzt den Eintrag in seiner Hilfe teils als „Vertrauenswürdige Standorte“, in Excel selbst heißt er meist „Vertrauenswürdige Speicherorte“. Dateien in einem vertrauenswürdigen Speicherort umgehen Sicherheitsprüfungen. Dort darf deshalb nicht nebenbei alles landen, was per E-Mail oder Download hereinkommt.

Microsoft empfiehlt einen sparsamen Einsatz. Wählen Sie einen eng begrenzten Arbeitsordner, niemals den gesamten Downloads-Ordner oder ein ganzes Laufwerk. Netzwerkpfade sind grundsätzlich möglich, werden von Microsoft als vertrauenswürdige Speicherorte aber nicht empfohlen. Ein abgelehnter Netzwerkpfad sollte daher nicht durch wahlloses Ändern weiterer Sicherheitseinstellungen erzwungen werden.

So gehen Sie vor

  1. Legen Sie einen eigenen Ordner ausschließlich für geprüfte Makrodateien an und kontrollieren Sie, wer dort Dateien speichern oder ersetzen kann.
  2. Öffnen Sie in Excel „Datei“, „Optionen“, „Trust Center“ und dann „Einstellungen für das Trust Center“.
  3. Wählen Sie „Vertrauenswürdige Speicherorte“ und „Neuen Speicherort hinzufügen“.
  4. Wählen Sie über „Durchsuchen“ den vorgesehenen Ordner und bestätigen Sie mit „OK“. Schließen Sie Unterordner nur ein, wenn Sie auch deren Inhalte kontrollieren.
  5. Legen Sie ausschließlich geprüfte Dateien dort ab und öffnen Sie die Arbeitsmappe erneut. Besteht eine administrative Sperre, klären Sie diese mit der IT.

Makrodateien aus OneDrive, SharePoint oder Teams öffnen

Bei Dateien aus OneDrive, SharePoint oder Teams macht der Öffnungsweg einen Unterschied. Laut Microsoft setzt „In Desktop-App öffnen“ bei Dateien aus OneDrive und SharePoint keine Internet-Markierung. Auch der OneDrive-Synchronisationsclient, der Dateien zwischen Cloud und PC abgleicht, setzt diese Markierung beim Laden nicht.

Ein Browser-Download aus der Internetzone bekommt sie dagegen. Deshalb kann dieselbe Arbeitsmappe nach dem Herunterladen anders behandelt werden als beim direkten Öffnen in Excel. Eine vorhandene Firmenrichtlinie bleibt davon unabhängig. Die fehlende Markierung bestätigt außerdem nicht, dass die Makros unbedenklich sind.

So gehen Sie vor

  1. Prüfen Sie, ob Sie die Datei im Browser heruntergeladen oder über „In Desktop-App öffnen“ gestartet haben. Verwenden Sie für bekannte Dateien den vorgesehenen Arbeitsweg Ihrer Organisation.
  2. Öffnen Sie eine genehmigte Arbeitsmappe über „In Desktop-App öffnen“ oder aus dem synchronisierten OneDrive-Ordner. Prüfen Sie einen bereits vorhandenen Browser-Download bei Bedarf als einzelne Datei über seine Eigenschaften.

Digital signierte Makros und vertrauenswürdige Herausgeber

Eine digitale Signatur ordnet Makrocode einem Herausgeber zu. Wenn ein bekannter Anbieter seine Makros signiert, können Sie ihn nach Prüfung als vertrauenswürdigen Herausgeber hinzufügen. Microsoft beschreibt dafür zuerst die Freigabe der einzelnen Datei und danach die Aufnahme des Herausgebers.

Das Vertrauen gilt windowsweit und für alle Makros, die mit demselben Zertifikat signiert sind. Es ist also keine Freigabe nur dieser einen Arbeitsmappe. Eine Besonderheit sind Excel-Add-Ins, also Erweiterungen mit der Endung .xla oder .xlam. Bei vorhandener Internet-Markierung reichen deren Signatur und ein vertrauenswürdiger Herausgeber nicht aus.

So gehen Sie vor

  1. Klären Sie, ob die Datei tatsächlich digital signiert ist und ob Sie dem zugehörigen Anbieter vertrauen. Eine bloße Anbieterangabe im Tabellenblatt ist keine digitale Signatur.
  2. Geben Sie zuerst die geprüfte Einzeldatei frei. Fügen Sie den Herausgeber anschließend nur bewusst als vertrauenswürdig hinzu, auf einem Firmen-PC in Abstimmung mit der IT.
  3. Entfernen Sie bei einem geprüften Add-In mit Internet-Markierung gezielt die Markierung oder verwenden Sie einen eng begrenzten vertrauenswürdigen Speicherort. Verlassen Sie sich hier nicht allein auf die Signatur.

Makros nicht pauschal im Trust Center aktivieren

Die Option „VBA-Makros aktivieren (nicht empfohlen, da möglicherweise potenziell gefährlicher Code ausgeführt wird)“ ist kein geeigneter Reparaturschritt. Sie weitet die Erlaubnis unnötig aus. VBA ist die Programmiersprache der hier behandelten Office-Makros.

Als Standard nennt Microsoft „VBA-Makros mit Benachrichtigung deaktivieren“. Eine Internet-Markierung kann trotzdem zur roten Blockierung ohne Aktivierungsknopf führen. Die Makroeinstellung gilt jeweils nur für die betreffende Office-App. Eine Änderung in Excel ändert also nicht zugleich die Einstellung in Word. Auf verwalteten Geräten können diese Auswahlmöglichkeiten gesperrt sein.

So gehen Sie vor

  1. Wenn Sie die Einstellung prüfen möchten, öffnen Sie „Datei“, „Optionen“, „Trust Center“, „Einstellungen für das Trust Center“ und „Makroeinstellungen“. Aktivieren Sie nicht pauschal alle VBA-Makros.
  2. Prüfen Sie auch die eingetragenen vertrauenswürdigen Speicherorte. Downloads-Ordner und ganze Laufwerke gehören nicht hinein. Stimmen Sie Änderungen an betrieblich verwalteten Einstellungen mit der IT ab.

Makrodateien im Betrieb dauerhaft kontrolliert bereitstellen

Wird eine wichtige Kalkulation ständig als E-Mail-Anhang weitergereicht, muss jede neue Kopie erneut eingeordnet werden. Ein fester, kontrollierter Ablageort erleichtert die Zuständigkeit. Entscheidend ist, wer die Datei ändern darf und welche Fassung verwendet werden soll.

Ein funktionierendes Makro muss nicht grundsätzlich ersetzt werden. Hängt jedoch ein wesentlicher Betriebsablauf daran, lohnt sich eine Prüfung des gesamten Ablaufs. Manchmal reicht eine sauber eingerichtete Ablage. Manchmal ist eine gezielte Automatisierung oder eine eigene Software besser geeignet. Wann sich das bei geteilten Tabellen lohnt, zeigt unser Ratgeber zu Excel mit mehreren Benutzern. Das lässt sich erst anhand der tatsächlichen Aufgaben beurteilen.

So gehen Sie vor

  1. Benennen Sie eine verantwortliche Person für die Arbeitsmappe und legen Sie einen kontrollierten, von der IT genehmigten Speicherort fest.
  2. Halten Sie fest, wer die Datei verwendet, wer sie ändern darf und welche Aufgaben die Makros erledigen sollen.
  3. Lassen Sie wiederkehrende Freigabeprobleme und betriebliche Abhängigkeiten prüfen, bevor Sie weitere Ausnahmen in den Sicherheitseinstellungen anlegen.

Wann Sie lieber Hilfe holen

Kennen Sie die Herkunft einer Datei nicht, geben Sie die Makros nicht frei. Haben Sie Makros bereits zugelassen und verhält sich der PC danach ungewöhnlich, arbeiten Sie nicht weiter, trennen Sie das Gerät vom Netzwerk und lassen Sie es prüfen. Wichtige Daten sollten Sie dann zuerst sichern, bevor jemand etwas löscht oder neu installiert.

Steht auf dem Bildschirm, dass Ihr Administrator Makros eingeschränkt hat, ist die IT Ihres Betriebs der richtige Ansprechpartner. Versuchen Sie nicht, diese Vorgabe zu umgehen. Auch eine Freigabe auf einem Server oder NAS für mehrere Arbeitsplätze richtet man besser einmal sauber ein, statt an jedem PC einzeln zu probieren.

Wir helfen kleinen Betrieben in Frankfurt bei genau dieser Einrichtung und bei Makro-Dateien, an denen ein Ablauf hängt. Dabei sagen wir Ihnen auch ehrlich, ob das vorhandene Makro weiterlaufen kann oder ob eine besser wartbare Lösung sinnvoller ist. Mehr dazu auf unserer Seite zur Softwareentwicklung.

Häufige Fragen

Ist es gefährlich, die Blockierung aufzuheben?

Ja, wenn die Datei schädliche Makros enthält, kann die Freigabe deren Ausführung ermöglichen. Heben Sie die Blockierung nur auf, wenn Sie Herkunft und Zweck geprüft haben. Zum bloßen Lesen und Bearbeiten sind Makros nicht nötig.

Warum fehlt bei mir das Kästchen „Blockierung aufheben“?

Auf Netzwerkfreigaben fehlt das Kästchen manchmal, oder die Datei trägt gar keine Internet-Markierung. Entpacken Sie ZIP-Dateien zuerst vollständig. Eine falsche Zonenzuordnung des Servers oder eine Firmenrichtlinie kann Makros auch ohne dieses Kästchen blockieren.

Warum hilft „Speichern unter“ nicht mehr?

Microsoft nennt „Speichern unter“ nicht als Weg, um Makros freizugeben, und die Internet-Markierung bleibt dabei offenbar erhalten. Nutzen Sie für eine geprüfte lokale Datei die Eigenschaften und „Blockierung aufheben“.

Die Datei liegt auf unserem Server und der vertrauenswürdige Speicherort wird abgelehnt. Was nun?

Lassen Sie die verwendete Serveradresse und deren Zuordnung zu „Vertrauenswürdige Sites“ oder „Lokales Intranet“ prüfen. Microsoft empfiehlt Netzwerkpfade als vertrauenswürdige Speicherorte nicht. Eine Zonenzuordnung betrifft die gesamte Adresse und sollte im Betrieb die IT übernehmen.

Warum gibt es keinen Knopf „Inhalt aktivieren“ mehr?

Bei der roten Leiste „Sicherheitsrisiko“ blockiert Office Internet-Makros ohne diese Schaltfläche. Die gelbe „Sicherheitswarnung“ kann sie bei Dateien ohne Internet-Markierung weiterhin zeigen, abhängig von den Makroeinstellungen.

Auf dem Firmen-PC steht, dass der Administrator Makros eingeschränkt hat. Kann ich das selbst ändern?

Eine administrativ gesetzte Einschränkung sollten Sie nicht selbst umgehen. Fragen Sie die IT nach dem vorgesehenen Freigabeweg oder einem genehmigten Speicherort. Die Freigabe über Dateieigenschaften setzt solche Richtlinien nicht außer Kraft.

Quellen

Ihr nächster Schritt

Gehen Sie die Fragen der Reihe nach durch und hören Sie beim ersten Treffer auf.

  1. Wissen Sie nicht sicher, woher die Datei kommt? Dann lassen Sie die Makros gesperrt und fragen beim Absender auf einem anderen Weg nach.
  2. Kam die Datei per E-Mail oder Download? Lokal speichern, Excel schließen, in den Eigenschaften die Blockierung aufheben und neu öffnen.
  3. Liegt die Datei auf Ihrem Server oder NAS? Die Serveradresse gezielt den vertrauenswürdigen Sites oder dem lokalen Intranet zuordnen und kontrollieren, wer dort Dateien ablegen darf.
  4. Meldet Excel eine Einschränkung durch den Administrator? Die IT fragen und die Datei an einem genehmigten Ort speichern.
  5. Hängt ein wichtiger Ablauf an der Makro-Datei? Schreiben Sie uns über die Software-Anfrage, was die Datei heute erledigt, und wir sagen Ihnen, ob sich eine stabilere Lösung lohnt.