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WordPress zeigt nur eine weiße Seite? Ursachen und Lösung, auch ohne Login

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Frau an einem hellen Büroschreibtisch schaut nachdenklich auf einen Laptop, dessen Browserfenster nur eine leere weiße Seite zeigt

Das Wichtigste in Kürze

Hinter einer weißen Seite oder der Meldung „Es gab einen kritischen Fehler auf dieser Website“ steckt meist ein Fehler in einem Plugin, im Theme oder nach einer PHP-Umstellung. Sichern Sie zuerst Dateien und Datenbank über Ihren Hoster und suchen Sie dann die E-Mail zum Wiederherstellungsmodus oder schalten Sie das Fehlerprotokoll ein. Ohne Login deaktivieren Sie Plugins und Theme über den Dateimanager des Hosters, indem Sie den passenden Ordner umbenennen.

  • Vor jeder Änderung Dateien und Datenbank sichern.
  • Immer nur eine Sache ändern und danach die Seite testen.
  • Nach der Reparatur den Debug-Modus wieder ausschalten.

Die Vereinsseite bleibt weiß, die Firmenhomepage lädt nicht mehr oder beim Erstellen eines Beitrags verschwindet der ganze Editor. Vielleicht haben Sie gerade ein Update bestätigt. Vielleicht wurde die Seite seit Jahren nicht angefasst, und der Hoster hat im Hintergrund etwas umgestellt. Besonders unangenehm wird es, wenn auch der Login unter wp-admin nur eine leere Fläche zeigt und Sie nicht mehr ins Dashboard kommen.

Unter Entwicklern heißt dieses Bild „White Screen of Death“. Neuere WordPress-Versionen zeigen statt der leeren Fläche oft den Satz „Es gab einen kritischen Fehler auf dieser Website“. Dahinter stecken PHP- oder Datenbankfehler. PHP ist die Programmiersprache, mit der WordPress auf dem Server arbeitet. Ihre Beiträge und Bilder sind deshalb nicht automatisch weg. Gehen Sie die folgenden Abschnitte der Reihe nach durch und testen Sie nach jeder Änderung. Sobald die Seite wieder lädt, können Sie aufhören.

Erst sichern, dann WordPress reparieren

Bevor Sie einen Ordner umbenennen oder eine Datei bearbeiten, brauchen Sie eine Sicherung von Dateien und Datenbank. In der Datenbank liegen Beiträge, Seiten und Einstellungen. Zu den Dateien gehören hochgeladene Bilder, Plugins und Themes. Erst beides zusammen ergibt einen Stand, den Sie wieder herstellen können.

Sichern Sie ruhig auch die gerade defekte Seite. So bleibt der heutige Stand erhalten, falls ein Reparaturversuch alles schlimmer macht. Ein älteres, funktionierendes Backup überschreiben Sie dabei nicht. Laden Sie außerdem jede Datei herunter, bevor Sie sie bearbeiten. Dann lässt sich eine einzelne Änderung zurücknehmen, ohne gleich die ganze Seite zurückzusetzen. Wie eine Sicherung aussieht, die auch im Ernstfall trägt, beschreibt unser Beitrag zur 3-2-1-Regel.

So gehen Sie vor

  1. Melden Sie sich im Kundenbereich Ihres Hosters an. Suchen Sie die Backup- oder Sicherungsfunktion und sehen Sie nach, von wann die vorhandenen Sicherungen stammen.
  2. Sichern Sie die aktuellen WordPress-Dateien und die zugehörige Datenbank. Prüfen Sie, ob die Sicherung fertig ist und wirklich beide Teile enthält. Die Bedienung sieht bei jedem Hoster etwas anders aus.
  3. Notieren Sie, was kurz vor dem Ausfall passiert ist, etwa ein Plugin-Update, eine PHP-Umstellung oder ein Umzug. Schreiben Sie auch jede eigene Änderung mit. Können Sie keine Sicherung anlegen, holen Sie sich Hilfe, bevor Sie weitermachen.
In welcher Reihenfolge prüfen?1SichernDateien und Datenbank beim Hoster2Meldung „kritischer Fehler“?E-Mail an die Admin-Adresse suchen3Nur weiß, keine Meldung?Debug-Log einschalten und lesen4Plugins prüfenOrdner plugins umbenennen, einzeln testen5Theme prüfenStandard-Theme aktivieren6PHP und SpeicherVersion beim Hoster prüfen, Limit anpassen7Wartungsmodus und Cache.maintenance entfernen, Cache leeren8Nichts hilft?Backup zurückspielen oder Hilfe holenZum Schluss den Debug-Modus wieder ausschalten.
Weiße Seite in WordPress, in dieser Reihenfolge prüfen (eigene Grafik)

„Es gab einen kritischen Fehler auf dieser Website“

Diese Meldung heißt, dass WordPress einen schweren Fehler abgefangen hat. Je nach Version und Sprachpaket steht dort auch „Auf dieser Website ist ein kritischer Fehler aufgetreten“. Seit WordPress 5.2 gibt es dafür den Wiederherstellungsmodus. WordPress schickt dann eine E-Mail mit einem geheimen Link an die Administrator-Adresse der Website. Oft nennt die Nachricht auch das Plugin oder Theme, das den Fehler ausgelöst hat.

Der Link setzt in Ihrem Browser ein Cookie, also eine kleine gespeicherte Information. Die fehlerhafte Erweiterung wird damit nur für diesen Browser pausiert. Alle anderen Besucher sehen weiter den Fehler, bis Sie die Ursache beheben. Der Modus selbst repariert also nichts, er verschafft Ihnen nur den Zugang zum Dashboard.

So gehen Sie vor

  1. Sehen Sie im Postfach der Administrator-Adresse nach, auch im Spam-Ordner. Gemeint ist die Adresse aus den WordPress-Einstellungen. Das ist nicht immer die Adresse, die Sie heute benutzen.
  2. Öffnen Sie den Link aus der E-Mail und melden Sie sich an. Behandeln Sie den Link vertraulich und stellen Sie ihn nicht in ein Hilfeforum.
  3. Deaktivieren Sie das genannte Plugin. Ist ein Theme betroffen, aktivieren Sie ein vorhandenes Standard-Theme. Verlassen Sie danach den Wiederherstellungsmodus über den Knopf in der Admin-Leiste und prüfen Sie die Seite in einem privaten Browserfenster.
  4. Kommt keine E-Mail an, lesen Sie im nächsten Abschnitt weiter. Das Fehlerprotokoll hilft auch dann.

Weiße Seite ohne Meldung, so schalten Sie das Fehlerprotokoll ein

Zeigt WordPress gar nichts an, lassen Sie den Fehler in eine Datei schreiben. Dafür bearbeiten Sie die wp-config.php. Das ist die zentrale Konfigurationsdatei von WordPress, sie liegt im Hauptverzeichnis der Installation. Erreichbar ist sie über den Dateimanager im Kundenbereich Ihres Hosters oder per SFTP, also einen verschlüsselten Dateizugang zum Server. Beides funktioniert unabhängig vom WordPress-Login.

Die WordPress-Dokumentation empfiehlt die Debug-Werkzeuge für lokale Tests und Testkopien, nicht für Live-Seiten. Wenn es keine Testkopie gibt, schalten Sie das Protokoll nur für die Fehlersuche ein und gleich danach wieder aus (siehe Aufräumen). Mit den Einstellungen unten sehen Besucher keine Fehlermeldungen. Die Fehler landen nur in der Protokolldatei.

So gehen Sie vor

  1. Laden Sie die wp-config.php als Sicherung herunter. Suchen Sie darin nach Zeilen mit WP_DEBUG, WP_DEBUG_LOG und WP_DEBUG_DISPLAY. Gibt es sie schon, ändern Sie die vorhandenen Zeilen, statt sie ein zweites Mal einzutragen.
  2. Fügen Sie die folgenden vier Zeilen oberhalb des Kommentars „That’s all, stop editing!“ ein. Übernehmen Sie Anführungszeichen, Klammern und Semikolons genau so.
    • define( 'WP_DEBUG', true );
    • define( 'WP_DEBUG_LOG', true );
    • define( 'WP_DEBUG_DISPLAY', false );
    • @ini_set( 'display_errors', 0 );
  3. Speichern Sie die Datei und rufen Sie die weiße Seite erneut auf. Ist nur das Erstellen eines Beitrags betroffen, wiederholen Sie genau diesen Vorgang. Öffnen Sie danach die Datei wp-content/debug.log im Dateimanager.
  4. Lesen Sie die neuesten Einträge, besonders Zeilen mit „PHP Fatal error“. Steht im Dateipfad plugins, ist wahrscheinlich ein Plugin schuld. Steht dort themes, spricht das für das Theme. Das ist ein starker Hinweis, aber noch kein Beweis. Bleibt die Datei leer, fragen Sie Ihren Hoster nach dem Fehlerprotokoll des Servers.

Weiße Seite nach einem Update, wenn ein Plugin schuld ist

Nach Updates sind Plugins der naheliegendste Verdacht. Das sind Erweiterungen, etwa für Kontaktformulare, Page-Builder oder automatische Updates. Ein einziges fehlerhaftes Plugin reicht, damit die ganze Seite ausfällt. Wenn Sie alle Plugins vorübergehend abschalten, sehen Sie schnell, ob der Fehler dort liegt.

Ohne Dashboard geht das über den Dateimanager des Hosters oder per FTP, ein Verfahren zum Übertragen von Dateien auf den Webserver. Dafür brauchen Sie die Zugangsdaten vom Hoster. Ihr WordPress-Passwort ist nicht automatisch auch das Passwort für diesen Zugang.

So gehen Sie vor

  1. Kommen Sie ins Dashboard, öffnen Sie die Plugin-Verwaltung und deaktivieren Sie alle Plugins. Testen Sie danach die betroffene Seite oder den Beitragseditor.
  2. Ohne Dashboard benennen Sie den Ordner wp-content/plugins im Dateimanager um, zum Beispiel in plugins_old. Löschen Sie ihn nicht. WordPress findet die Plugins dann nicht mehr und lädt sie nicht. Versuchen Sie anschließend, sich anzumelden.
  3. Lädt die Seite jetzt, benennen Sie plugins_old wieder in plugins zurück. Rufen Sie im Dashboard die Plugin-Seite auf. Die Plugins erscheinen dort als deaktiviert.
  4. Aktivieren Sie die Plugins einzeln und testen Sie nach jedem Schritt. Kommt der Fehler zurück, lassen Sie das zuletzt aktivierte Plugin aus. Prüfen Sie danach Funktionen wie das Kontaktformular, denn solange ein Plugin abgeschaltet ist, fehlt auch seine Funktion.

Das aktive Theme verursacht die weiße Seite

Das Theme bestimmt das Aussehen Ihrer Website und bringt oft eigene Funktionen mit. Ein Fehler darin kann WordPress genauso lahmlegen wie ein Plugin, zum Beispiel nach einem Theme-Update oder nach einer Änderung an der functions.php. Ein Wechsel auf ein Standard-Theme wie Twenty Twenty-One zeigt, ob das Theme die Ursache ist.

Die Seite sieht danach vorübergehend anders aus. Es geht zunächst nur darum, ob sie wieder lädt. Ohne Dashboard hilft das Umbenennen des Theme-Ordners nur, wenn ein Standard-Theme als Ersatz installiert ist. Fehlt es, bleibt die Seite trotzdem unbrauchbar.

So gehen Sie vor

  1. Kommen Sie ins Dashboard, öffnen Sie unter „Design“ die Themes. Aktivieren Sie ein vorhandenes Standard-Theme und prüfen Sie die zuvor weiße Seite.
  2. Ohne Dashboard öffnen Sie wp-content/themes im Dateimanager. Prüfen Sie, ob ein Standard-Theme vorhanden ist und welcher Ordner zum aktiven Theme gehört. Sind Sie unsicher, benennen Sie nicht auf Verdacht mehrere Ordner um.
  3. Benennen Sie nur den Ordner des aktiven Themes um und notieren Sie den alten Namen. Testen Sie die Seite. Hilft es nicht, machen Sie die Umbenennung rückgängig und lassen Sie das Theme gezielt prüfen.

Weiße Seite nach einem PHP-Update beim Hoster

Hoster stellen alte PHP-Versionen nach und nach ab. Älterer Code in Plugins oder Themes läuft mit der neuen Version manchmal nicht mehr. Das passt besonders zu Seiten, die lange nicht gepflegt wurden und direkt nach der Umstellung weiß bleiben. Der zeitliche Zusammenhang ist ein Hinweis, das Fehlerprotokoll bringt Gewissheit.

WordPress.org empfiehlt PHP 8.3 oder neuer. WordPress läuft zwar auch noch mit PHP 7.4, doch diese älteren Versionen haben laut WordPress.org ihr offizielles Lebensende erreicht und können die Seite für Sicherheitslücken öffnen. Zurück zur alten Version ist deshalb höchstens eine Notlösung für ein paar Tage.

So gehen Sie vor

  1. Kommen Sie ins Dashboard, öffnen Sie „Werkzeuge“, dann „Website-Zustand“ und dort den Bericht. Im Bereich „Server“ steht die PHP-Version. Ohne Login sehen Sie im Kundenbereich des Hosters nach, welche Version für die Website eingestellt ist.
  2. Prüfen Sie bei Ihren Plugins und Ihrem Theme, welche PHP-Versionen sie unterstützen, und aktualisieren Sie sie. Ändern Sie nicht gleichzeitig PHP, Theme und mehrere Plugins, sonst wissen Sie hinterher nicht, was geholfen hat.
  3. Erlaubt der Hoster es, können Sie vorübergehend auf die zuletzt funktionierende Version zurückstellen, um wieder ins Dashboard zu kommen. Das klappt nicht immer. Aktualisieren oder ersetzen Sie danach den alten Code und stellen Sie wieder auf eine unterstützte Version um.

WordPress hat zu wenig PHP-Speicher

Steht im Fehlerprotokoll „Allowed memory size … exhausted“, ist das Speicherlimit erreicht. Gemeint ist der Arbeitsspeicher, den PHP für einen Seitenaufruf nutzen darf, nicht der Platz für Bilder auf Ihrem Webspace. Laut WordPress-Dokumentation versucht WordPress von sich aus, 40 MB für eine einzelne Website zu bekommen. Große Page-Builder oder Shop-Erweiterungen brauchen manchmal mehr.

Mit WP_MEMORY_LIMIT in der wp-config.php legen Sie fest, wie viel Speicher WordPress anfordert. Eine feste Grenze des Hosters hebt das nicht auf. Und ein höheres Limit beseitigt nicht den Grund für einen ungewöhnlich hohen Bedarf.

So gehen Sie vor

  1. Sichern Sie die wp-config.php und suchen Sie nach einem vorhandenen Eintrag für WP_MEMORY_LIMIT. Notieren Sie den bisherigen Wert.
  2. Die WordPress-Dokumentation nennt als Beispiel die Zeile define( 'WP_MEMORY_LIMIT', '96M' );. Setzen Sie sie oberhalb des Kommentars „That’s all, stop editing!“ ein oder passen Sie den vorhandenen Eintrag an. Ist dort schon ein höherer Wert eingetragen, bringt das Beispiel nichts.
  3. Rufen Sie die Seite erneut auf und sehen Sie ins Protokoll. Bleibt der Speicherfehler, prüfen Sie die PHP-Einstellungen im Kundenbereich oder fragen Sie den Support des Hosters. Erhöhen Sie den Wert nicht immer weiter, ohne die Ursache zu suchen.

WordPress hängt im Wartungsmodus fest

Zeigt die Seite dauerhaft „Briefly unavailable for scheduled maintenance. Please check back in a minute.“ oder einen deutschen Hinweis auf Wartungsarbeiten, ist wahrscheinlich ein Update stecken geblieben. WordPress legt während jedes Updates die Datei .maintenance im Hauptverzeichnis an. Bricht das Update ab, bleibt sie liegen.

Als Gründe für abgebrochene Updates nennt die WordPress-Dokumentation zum Beispiel Verbindungsprobleme oder falsche Dateirechte. Wenn Sie die Datei entfernen, endet der Wartungshinweis. Ob das Update vollständig durchgelaufen ist, wissen Sie damit aber noch nicht.

So gehen Sie vor

  1. Warten Sie einige Minuten und prüfen Sie, ob vielleicht noch ein Update läuft. Entfernen Sie die Datei nicht mitten in einer Aktualisierung.
  2. Öffnen Sie das Hauptverzeichnis im Dateimanager oder per FTP. Dateien mit einem Punkt am Anfang sind oft versteckt. Blenden Sie versteckte Dateien ein, falls .maintenance nicht zu sehen ist.
  3. Laden Sie die Datei zur Sicherheit herunter und löschen Sie dann nur .maintenance auf dem Server. Rufen Sie die Seite auf und führen Sie das abgebrochene Update erneut aus. Bleibt es wieder hängen, lassen Sie den Hoster nach der Ursache sehen.

Fehler behoben, aber die Seite bleibt weiß

Ein Cache ist ein Zwischenspeicher für schon geladene Seiten. Er kann dazu führen, dass Sie nach der Reparatur noch den alten, leeren Stand sehen. Prüfen Sie deshalb die Anzeige, bevor Sie weitere Dateien ändern.

Browser, Cache-Plugin und Hoster haben oft jeweils eigene Zwischenspeicher. Ein privates Browserfenster umgeht nur den Cache Ihres Browsers, nicht den auf dem Server. Wie Caching sonst Ihre Ladezeit beeinflusst, erklären wir bei der SEO- und PageSpeed-Optimierung.

So gehen Sie vor

  1. Öffnen Sie die Adresse in einem privaten Browserfenster. Prüfen Sie genau die Seite, die vorher weiß war, nicht nur die Startseite.
  2. Leeren Sie den Browser-Cache in den Einstellungen Ihres Browsers und laden Sie die Seite neu.
  3. Leeren Sie den Cache Ihres Cache-Plugins oder den Server-Cache im Kundenbereich des Hosters, falls es so etwas gibt. Löschen Sie dafür keine unbekannten Ordner. Bleibt die Seite weiß, sehen Sie wieder ins Fehlerprotokoll.

Wenn nichts hilft, ein WordPress-Backup zurückspielen

Lässt sich der Fehler nicht eingrenzen, ist eine Sicherung von vor dem Ausfall oft der sauberste Weg. Spielen Sie Dateien und Datenbank vom selben Zeitpunkt zurück. Passen die beiden Stände nicht zusammen, entstehen neue Fehler.

Was nach diesem Zeitpunkt dazugekommen ist, geht dabei verloren. Das können neue Beiträge, geänderte Einstellungen oder bei einem Shop auch Bestellungen sein. Deshalb ist die Sicherung aus dem ersten Schritt so wichtig. Und wenn der Hoster inzwischen PHP umgestellt hat, bringt auch das alte Backup den Fehler womöglich zurück.

So gehen Sie vor

  1. Wählen Sie eine Sicherung aus der Zeit vor dem Fehler. Überlegen Sie, welche neueren Inhalte dadurch verloren gingen. Bei Bestellungen oder Kundendaten starten Sie die Wiederherstellung nicht ohne Plan.
  2. Stellen Sie über den Hoster Dateien und Datenbank aus demselben Sicherungsstand wieder her. Ist unklar, welche Website oder Datenbank gemeint ist, brechen Sie vor dem Überschreiben ab und fragen Sie nach.
  3. Testen Sie Startseite, Unterseiten, Login und wichtige Funktionen. Kommt derselbe Fehler zurück, wiederholen Sie das Zurückspielen nicht endlos. Dann muss die eigentliche Ursache gesucht werden.

Nach der Reparatur den Debug-Modus ausschalten

Das Fehlerprotokoll hat seine Aufgabe erfüllt, sobald die Seite wieder läuft. Lassen Sie es nicht weiter mitschreiben. Die Datei liegt im Ordner wp-content und kann Serverpfade und andere technische Details Ihrer Seite enthalten.

Wenn Sie Hilfe in einem Forum suchen, stellen Sie das Protokoll deshalb nicht ungeprüft und vollständig ein. Kopieren Sie nur die Zeilen, die den Fehler zeigen.

So gehen Sie vor

  1. Ändern Sie in der wp-config.php die eingefügten Zeilen. Setzen Sie WP_DEBUG und WP_DEBUG_LOG auf false oder entfernen Sie die vier Zeilen wieder.
  2. Laden Sie das Protokoll bei Bedarf herunter und bewahren Sie es auf Ihrem Rechner auf. Löschen Sie dann wp-content/debug.log auf dem Server.
  3. Prüfen Sie die Website noch einmal in einem privaten Fenster. Notieren Sie, welches Plugin, Theme oder welche Einstellung den Fehler verursacht hat und welches Update noch aussteht.

Wann Sie lieber Hilfe holen

Wir reparieren WordPress-Seiten regelmäßig und bringen sie wieder online. Holen Sie sich spätestens dann Hilfe, wenn ein Shop mit Bestellungen oder eine Seite mit Kundendaten betroffen ist, wenn es kein aktuelles Backup gibt oder der Fehler nach dem Zurückspielen wiederkommt. Auch ohne Zugang zum Hoster kommen Sie mit dieser Anleitung nicht weit. Ab diesem Punkt ist weiteres Ausprobieren riskanter als eine gezielte Fehlersuche.

Ehrlich gesagt können auch wir ohne Zugang zum Hoster, zu den Dateien oder zur Datenbank wenig ausrichten. Wenn Sie nicht wissen, wo die Seite liegt oder wer die Zugangsdaten hat, klären wir das gern gemeinsam mit Ihnen als ersten Schritt. Ob sich eine Seite schnell retten lässt, hängt von der Ursache ab. Das sagen wir Ihnen, bevor wir loslegen.

Damit es gar nicht erst so weit kommt, übernehmen wir in der Website-Wartung Updates und Sicherungen und testen die Seite danach. Ist Ihre Seite so alt, dass sich die Reparatur kaum noch lohnt, finden Sie unter WordPress-Webseiten, wie wir neue Seiten bauen. Ihr Anliegen schicken Sie uns am einfachsten über die Anfrage zur Webseite.

Häufige Fragen

Sind meine Beiträge und Bilder weg, wenn WordPress nur eine weiße Seite zeigt?

In aller Regel nicht. Beiträge liegen in der Datenbank und Bilder im Upload-Ordner, beides bleibt erhalten, wenn nur die Ausgabe der Seite abbricht. Sichern Sie trotzdem beides, bevor Sie etwas ändern.

Ich habe keine E-Mail zum Wiederherstellungsmodus bekommen. Was nun?

Prüfen Sie den Spam-Ordner und das Postfach der Administrator-Adresse, die in WordPress hinterlegt ist. Kommt nichts, schalten Sie über den Dateimanager des Hosters das Fehlerprotokoll ein oder deaktivieren Sie die Plugins, indem Sie ihren Ordner umbenennen.

Verliere ich Einstellungen, wenn ich den Plugin-Ordner umbenenne?

Nein, die Einstellungen der Plugins liegen in der Datenbank. Das Umbenennen ist keine Deinstallation. Die Plugins sind danach nur deaktiviert und müssen einzeln wieder aktiviert werden.

Mein Hoster hat PHP umgestellt und jetzt ist die Seite weiß. Soll ich zurückstellen?

Für ein paar Tage kann das helfen, wenn der Hoster die alte Version noch anbietet. Eine Version ohne Sicherheitsupdates ist aber keine Dauerlösung. Aktualisieren Sie Plugins und Theme und stellen Sie danach wieder auf eine unterstützte Version um.

Wie komme ich an die Dateien, wenn ich mich nicht einloggen kann?

Der Dateimanager im Kundenbereich des Hosters funktioniert unabhängig vom WordPress-Login. Alternativ nutzen Sie SFTP, wenn Ihr Hoster es anbietet. Die Zugangsdaten bekommen Sie vom Hoster oder von der Person, die die Seite bisher betreut hat.

Darf ich WP_DEBUG eingeschaltet lassen?

Auf einer öffentlichen Website besser nicht. Laut WordPress-Dokumentation sind die Debug-Werkzeuge für lokale Tests und Testkopien gedacht. Schalten Sie sie nach der Fehlersuche aus und löschen Sie die Datei debug.log.

Quellen

Ihr nächster Schritt

Gehen Sie die Fragen der Reihe nach durch und hören Sie beim ersten Treffer auf.

  1. Noch keine Sicherung? Erst Dateien und Datenbank beim Hoster sichern, dann weitermachen.
  2. Meldung „kritischer Fehler“ zu sehen? Die E-Mail an die Administrator-Adresse suchen und über den Wiederherstellungsmodus das genannte Plugin abschalten.
  3. Nur eine weiße Fläche und kein Login? Fehlerprotokoll einschalten, dann Plugin-Ordner und Theme-Ordner nacheinander umbenennen.
  4. Shop, Kundendaten oder kein Zugang zum Hoster? Nicht weiter probieren und Hilfe holen.
  5. Seite läuft wieder? Debug-Modus ausschalten und debug.log löschen.